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EU-Kommission und Parlament diskutieren über Transparenz im LobbyingMit UMSCHALT+EINGABETASTE öffnen Sie das Menü (neues Fenster).
Vertreter der EU-Kommission und des Parlaments nahmen Anfang Mai ihre Gespräche über mehr Transparenz im Brüsseler Lobbying wieder auf. Sie waren durch die Umbesetzung in der Kommission – nun ist der slowakische Kommissar Maros Sefcovic zuständig – unterbrochen worden. „Wir sind nicht gegen Lobbyisten als solche. Wir brauchen sie, um Entscheidungen zu treffen. Aber wir wollen wissen, mit wem wir reden und wen Lobbyisten repräsentieren“, sagte Isabelle Durant, Vizepräsidentin des EP. Sefcovic´ Pressesprecher Michael Mann erklärte, ein verpflichtendes Register sei von der Kommission nicht geplant. Man denke eher an ein gemeinsames Lobbyisten-Register von Kommission und Parlament, wodurch es attraktiver werde, sich auch freiwillig zu registrieren. Maros Sefcovic selbst appellierte an Think Tanks, sich in größerem Ausmaß im freiwilligen Register einzutragen. Schließlich seien auch sie in den EU-Entscheidungsprozessen „sehr einflussreich“.
Auch der Dalai Lama braucht InteressenvertreterMit UMSCHALT+EINGABETASTE öffnen Sie das Menü (neues Fenster).
Welche Staaten geben am meisten Geld dafür aus, ihre Interessen im Weißen Haus und dem US-Kongress möglichst gut zu vertreten? Antworten gibt eine Datenauswertung des „Foreign Agents Registration Act“: Diesem Gesetz zufolge müssen Lobbyisten, die – aus US-Sicht – ausländische Regierungen und Parteien vertreten, Angaben über ihre Honorare und politischen Kontakte machen. Spitzenreiter im Jahr 2008 (für 2009 liegen die Daten erst teilweise vor) waren die Vereinigten Arabischen Emirate, konkret Dubai. Das Emirat investierte gut zehn Millionen Dollar in seinen guten Ruf, nachdem die staatliche Hafenbetriebgesellschaft auf heftigen Widerstand gestoßen war, als sie das Verladegeschäft in einigen US-Häfen übernehmen wollte. Auf den weiteren Plätzen folgen erwartbare Kandidaten wie Großbritannien, Japan oder die Türkei; überraschend hingegen, dass auch der Dalai Lama über das „Office of Tibet“ 325.000 Dollar an Lobbying-Ausgaben hatte. Information über die Aktivitäten von Deutschland, Österreichs und der Schweiz (sowie dem Rest der Welt) in Washington finden sich hier: http://www.justice.gov/criminal/fara/links/annualrpts.html
Günstiges Urteil des US-Höchstgerichtes für InteressenvertreterMit UMSCHALT+EINGABETASTE öffnen Sie das Menü (neues Fenster).

Das Oberste Gericht der USA hat Ende Januar geurteilt, juristische Personen (Firmen, Gewerkschaften etc.) hätten in Bezug auf die Redefreiheit gleiche Rechte wie natürliche Personen. Das mit der knappen Mehrheit der konservativen Richter gefällte Urteil bedeutet, dass Firmen künftig direkt Kampagnen für Kandidaten in Wahlkämpfen finanzieren dürfen und nicht über eigene Aktionskomitees vorgehen müssen. Die Komitees hatten den Regeln des Wahlgesetzes unterstanden. Kritiker argumentieren, dies sei ein Sieg der Ölkonzerne und von Wall Street, die die Stimme des Durchschnittsbürgers in Washington schon jetzt erstickten. Andere meinen, die bisherigen Regeln seien so leicht zu umgehen gewesen, dass es besser sei, sie zu beseitigen. Laut Fachleuten ist aber nicht anzunehmen, dass nun große Konzerne für oder gegen bestimmte Kandidaten in den Wahlkampf ziehen. Dies sei weder nützlich noch notwendig.

EU-Kommissar Sefcovic will mehr Transparenz im LobbyingMit UMSCHALT+EINGABETASTE öffnen Sie das Menü (neues Fenster).

Maros Sefcovic ist jener neue EU-Kommissar, der künftig für die Transparenz des Lobbyings in Brüssel zuständig ist. In seiner Anhörung vor dem EU-Parlament im Januar kündigte Sefcovic an, er wolle die entsprechende Initiative der Kommission Barroso I fortsetzen und auch Anwaltskanzleien, die Lobbying betreiben, zur Registrierung in das freiwillige Register der Interessenvertreter bewegen. Dass das Register freiwillig ist, ist für Sefcovic – im Gegensatz zur Meinung des EP – in Ordnung. Handlungsbedarf sieht der Kommissar hingegen beim Thema Seitenwechsel. Zuletzt war eine leitende Beamtin der Europäischen Lebensmittelbehörde EFSA zum dem Gentechnik einsetzenden Konzern Syngenta gewechselt. In der EFSA war die Frau für – erraten! – den Bereich Gentechnik zuständig. Solche Fälle von Seitenwechsel müssen laut EU-Recht explizit genehmigt werden. Wie es zuging, dass die Genehmigung tatsächlich erteilt wurde, blieb vorerst unklar.

Studie: Public Affairs Branche sieht Lobbyregister gelassenMit UMSCHALT+EINGABETASTE öffnen Sie das Menü (neues Fenster).

Eine aktuelle Umfrage unter rd. 100 Public Affairs Abteilungen deutscher Unternehmen im Anschluss an die Bundestagswahl ergab, dass knapp die Hälfte der befragten Entscheidungsträger mit Einführung eines Lobbyregisters nach EU-Vorbild positive Auswirkungen für die Branche sehen würden. Einschränkungen ihrer Arbeit befürchten die Befragten nicht, 40 Prozent glauben zudem, dass ihre Arbeit durch die Bildung einer schwarz-gelben Koalition erleichtert wird. Nur 10 Prozent gaben an, ihre Investitionstätigkeiten heuer zu reduzieren – ein Drittel wird heuer mehr in Public Affairs Arbeit investieren als im Vorjahr.

Neue Stellenbörse für Public Affairs JobsMit UMSCHALT+EINGABETASTE öffnen Sie das Menü (neues Fenster).

Die degepol – der Berufsverband der Politikberater in Deutschland - hat einen neuen online- Stellenmarkt gestartet, der sich in Angebote, Gesuche und Praktika gliedert. Anzeigen können auch unter Chiffre direkt aufgegeben werden. Hinschauen lohnt sich. http://www.degepol.de/stellenboerse_1/

Peter Hajek videobloggtMit UMSCHALT+EINGABETASTE öffnen Sie das Menü (neues Fenster).

Peter Hajek erweitert seinen Blog auf Datum um regelmäßige Videoblogs. Die Beiträge gehen je nach Aktualität online und um auf dem Laufenden zu bleiben, gibt es  auch einen eigenen RSS-Feed für den HajekBlog.

Aktuelle Folge: Josef Pröll http://www.datum.at/1109/stories/6037027
Gesucht: die beste Public Affairs KampagneMit UMSCHALT+EINGABETASTE öffnen Sie das Menü (neues Fenster).

Das britische Fachmagazin Public Affairs News sucht die besten 50 Public Affairs-Kampagnen überhaupt. Nominierungen können noch eingereicht werden, eine Fachjury wird das Siegerprojekt noch heuer bekannt geben. Angenommen werden sowohl globale, nationale als auch lokale Kampagnen sein. Nicht ganz klar ist hingegen, nach welchen Kriterien eine Kampagne als „gut“ oder „besser“ beurteilt wird. Bei Interesse: top50campaigns@publicaffairsnews.com 

Schweizer Politikberater bloggen Mit UMSCHALT+EINGABETASTE öffnen Sie das Menü (neues Fenster).

Die beiden Schweizer Politikberater und Lobbyisten Andreas Hugi und Markus Kaufmann haben mit http://wandelhalle.ch/ eine neue Plattform für politische Kommunikation, Public Affairs und Lobbying ins Leben gerufen. Die Seite bietet aktuelle Branchenmeldungen und Kommentare.

Golfstaat lobbyierte 2008 am meisten am Capitol Hill Mit UMSCHALT+EINGABETASTE öffnen Sie das Menü (neues Fenster).

Eine neue Untersuchung aus den USA über Lobbying- und PR-Aktivitäten ausländischer Regierungen und Organisationen in Washington D.C. weist die Vereinigten Arabischen Emirate  als Top-Investor des Jahres 2008 aus. Mit einem Betrag von mehr als USD 10 Mio. nimmt das kleine Golfemirat den unangefochtenen ersten Platz ein, gefolgt von Großbritannien und Japan. Ausgesprochen aktiv erweisen sich türkische Lobbyisten, die mit 2.268 dokumentierten Treffen mit Kongressabgeordneten die Kontakthitliste anführen. Der gefragteste Gesprächspartner ist laut der Untersuchung von Pro Publica der republikanische Abgeordnete aus Florida, Robert Wexler. Er ist Mitglied im Justiz- und außenpolitischen Ausschuß und Vorsitzender des Europa-Unterausschusses.