Arena Analyse 2011 - Östereich: „Besser regieren“
Die Arbeitsfähigkeit von Public Affairs hängt von der Handlungsfähigkeit der Politik ab. Grund genug, dass sich die Arena Analyse 2011 mit dem Thema „Besser regieren“ beschäftigt. Schon seit fünf Jahren erstellt das Beratungsunternehmen Kovar & Köppl jedes Jahr in Kooperation mit der ZEIT eine Arena Analyse mit dem Ziel, zentrale politische Entwicklungen möglichst früh zu erkennen. Der Bericht „Besser regieren“ bleibt nicht in der Problembeschreibung stecken, sondern zeigt Handlungsfehler und konkrete Möglichkeiten auf, um eine leistungsfähigere Politik zu entwickeln. Die Interviewpartner waren allesamt Kenner der politischen Prozesse und zudem Vertreter des Establishments. Diese Nähe der Befragten zur Politik macht die zum Teil heftige Kritik umso bemerkenswerter.
Zur Analyse:
http://www.publicaffairs.cc
„Mord im Parlament“
Ein Krimi im Politikermilieu: 24 Stunden vor dem Beginn eines internationalen Kongresses stürzen in der Wiener Hofburg schwere Luster von der Decke. Die Konferenz muß ins Parlament verlegt werden – auch aus Gründen der Sicherheit, denn die Luster schlugen exakt dort auf, wo die Delegation aus Israel plaziert gewesen wäre. Ein Anschlag von Terroristen? Noch ehe der Kongreß im Parlament beginnt, wird im Möbeldepot des Hauses die Leiche eines Politikers gefunden, in eindeutiger Pose und mit einem Messer im Rücken. Die Suche nach dem Mörder bringt die Tiefen der politischen Klasse ans Licht. (edition vabene)
Zur Verlagswebsite:
http://www.vabene..at
„Politik braucht Strategie, Taktik hat sie genug“
Die Segelcrew zum America’s Cup hat unter 17 Profis einen ausgewiesenen „Strategen“, die deutsche Bundesregierung unter mehr als 13.000 Mitarbeitern keinen einzigen. Und warum gibt es in der Wirtschaft seit 50 Jahren das strategische Management, während die Politik über keinen Zweig verfügt, der zu Recht „Politische Strategie“ genannt werden kann? Joachim Raschke und Ralf Tils wollen zeigen, dass es angesichts wachsender Komplexität auch in der Politik höchste Zeit ist für umsichtige Strategie statt situativer Taktik. Ausgehend von den spezifischen Motiven und Zielen politischer Arbeit im Unterschied etwa zur Wirtschaft erläutern sie politische Strategie und ihre Methodik. Sie stellen den gesamten strategischen Prozess vor – Strategiefähigkeit, Strategiebildung und Steuerung – und beleuchten die Rolle der Akteure: Regierung, Opposition, Parteien, Medien und einzelne Politiker. Beispiele gelungener oder missglückter Strategien aus der Geschichte und Gegenwart der Bundesrepublik machen das Potenzial dieses Ansatzes anschaulich. (campus Verlag)
http://www.campus.de
„Lobbyists, Government and Public Trust, Volume 1: Increasing Transparency through Legislation“ and „Lobbyists, Government and Public Trust, Volume 2: Promoting Integrity by Self-regulation”
Many countries are considering or developing guidelines and rules requiring lobbying disclosure to address demands to shed light on communications between public officials and lobbyists. Lobbyists also recognise the damaging public perception of undue influence-peddling by the lobbying profession. The OECD reviews experiences and lessons learned from existing regulation in order to support evidence-based policy debate on how to enhance transparency, accountability and integrity in lobbying. Lobbyists, Government and Public Trust, Volume 1: Increasing Transparency through Legislation examines current approaches, models, trends and state-of-the-art solutions to support a deeper understanding of the potential and limitations of existing legislation and government regulations. Lobbyists, Government and Public Trust, Volume 2: Promoting Integrity by Self-regulation reviews experience of measures applied by lobbyist associations and the private sector for promoting integrity and transparency in lobbying.
http://www.oecd.org/gov/ethics/lobbying
„How Women Mean Business: A Step by Step Guide to Profiting from Gender Balanced Business“ Aviva Wittenberg-Cox ist Geschäftsführerin des französisch-englischen Beratungsunternehmens „20-first“, das Geschlechterausgewogenheit in der Führungsebene propagiert. Mehr Frauen in Top-Positionen führen, so Wittenberg-Cox, zu mehr Innovation und sie machen ein Unternehmen wirtschaftlich erfolgreicher. Aber was müssen Manager tun, um Geschlechterausgewogenheit in ihrem Unternehmen herbeizuführen? Das Buch gibt konkrete Handlungsanweisungen. John Wiley & Sons; Auflage: 1. Auflage (13. April 2010)
Wo liegen heute die Spielräume und Grenzen von Public Affairs? Diese Grundsatzfrage beleuchtet ein Sammelband, herausgegeben von Hans Bellstedt, selbst Geschäftsführer einer Public Affairs-Agentur. Darin berichtet etwa Edelgard Bulmahn, SPD-Bundestagsabgeordnete und frühere Bundesforschungsministerin, über ihre Erfahrungen mit dem Lobbyismus und bewertet dessen Rolle für die Demokratie. Ludolf-Georg von Wartenberg, ehemaliger Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI) und davor Parlamentarischer Staatssekretär im Bundeswirtschaftsministerium, erörtert die „Perspektiven der Interessenvertretung in gesamtgesellschaftlicher Verantwortung“. Weitere Beiträge stammen u.a. von Christian Humborg, dem Geschäftsführer Transparency International Deutschland, und dem PA-Experten Marco Althaus.
http://www.hbpa.eu/downloads/625/buchorder.pdf
Wie soll ein Public Affairs Manager vorgehen, wenn er vor dem – sicher nicht seltenen – Dilemma steht, ob nun das unmittelbare Eigeninteresse der Firma im Vordergrund steht oder doch die Idee der Corporate Social Responsibility? D. Jeffrey Lenn, Professor für Strategisches Management an der George Washington University, erklärt auf wenigen Seiten, wie man am besten die Balance schafft. Als Lösung schlägt er eine „ethische Analyse“ vor, bei der die Frage „Was sollen wir tun?“ erst der fünfte von sechs Schritten ist. Lenn argumentiert, dass Ethik mehr ist als eine Reihe von Einschränkungen, die man sich im Handeln auferlegt. Ethik helfe dabei, bessere Entscheidungen zu treffen – auch Managern.
Entscheidungsträger in Politik und Verwaltung, aufgepasst: Ein Dokument der Bertelsmann-Stiftung zeigt auf, wie die Bürger per Internet an Entscheidungen beteiligt werden können. Der Leitfaden zeigt die Möglichkeiten und Grenzen von Online-Beteiligung auf und hilft, geeignete Vorhaben zu finden. Zwölf gelungene Beispiele aus Deutschland beweisen, wie es geht. Auch sind Erfahrungen mit Beteiligungsprojekten in der EU, dem Bund, den Ländern und Gemeinden (jeweils Deutschland) dokumentiert-
„Wer auch immer gemeint hat, jede Publicity sei gute Publicity, hat sich offensichtlich nicht jene Welle an Katastrophen ausgemalt, die im Lauf des vergangenen Jahres einige hochkarätige Unternehmen erfasst und so einige der am genauesten zurechtgeschneiderten Reputationen zerstört hat.“ So beginnt ein Redakteur der „New York Times“ seinen Artikel darüber, wie Toyota mit der Krise rund um die hängenden Gaspedale umging, was BP während des Lecks seiner Bohrung im Golf von Mexiko falsch machte und ob Tiger Woods überhaupt eine Chance hatte, nach dem Bekanntwerden seiner außerehelichen Affären noch einen Rest seines Status als perfekter Vorzeigesportler zu retten. Experten für Krisen-PR geben dazu ihre Meinungen ab.
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Autoren aus verschiedenen EU-Ländern zeigen auf, wie Entscheidungsprozesse auf EU-Ebene laufen und setzen sich kritisch mit dem Lobbying von Unternehmen und Verbänden auseinander. Es warden mehr Transparenz und Rechenschaft gefordert. Das Lobbying von NGOs oder anderen Akteuren wird allerdings als per se “gut” ausgespart. Darüber lässt sich sicherlich trefflich streiten.
zur Verlagswebsite (Download des Buches ist hier möglich)
„Kein Gesetz verlässt den Bundestag so, wie es dort hineingekommen ist.“ Dieser von dem SPD-Politiker Peter Struck geprägte Ausspruch verdeutlicht wie schwierig es ist, den Ursprungsgedanken und den Kern einer Reform durch alle politischen Verhandlungs- und Entscheidungsprozesse beizubehalten. Globalisierung, abnehmende staatliche Handlungs- und Gestaltungsspielraume, veränderte gesellschaftliche und starre institutionelle Rahmenbedingungen sind nur einige der häufig zitierten Kontextfaktoren, die politische Akteure vor immer größere Herausforderungen stellen. Offen bleibt jedoch häufig, welche Faktoren tatsachlich entscheidend für den Erfolg bzw. Misserfolg von Reformen sind und warum einige Regierungen weitreichende Reformen erfolgreich umsetzen und andere nicht. Experten der Bertelsmann-Stiftung versuchen, Antworten zu geben.
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Die Ermittlungen gegen den Kärntner Politiker Uwe Scheuch wegen Verdachts der Bestechlichkeit und Vorteilsnahme haben das Thema Parteienfinanzierung - wieder einmal – in die Schlagzeilen gebracht. Ein neues Buch bietet eine umfassende Analyse.
Die Neuausgabe des Klassikers „Machiavelli in Brussels“ über Lobbying in der EU präsentiert jüngste Zahlen und Fakten. Sie bezieht den Lissabon-Vertrag mit ein und präsentiert nicht nur neue Beispiele für Lobbying, sondern auch Fallen, in die der Interessenvertreter besser nicht hineinfällt.
Fritz Plasser (Hg.)
„Politik in der Medienarena“ bietet einen kritischen Blick auf die politische Kommunikationspraxis in Österreich, die aus unterschiedlichen Perspektiven ausgeleuchtet und problematisiert wird.
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zum Zentrum für Angewandte Politikforschung
Von Johannes Domsich
Kommunikation und Medien sind die omnipräsenten Metaphern einer rasanten Zeit, die einerseits von ungezügeltem Konsum und andererseits von der Sorge um dessen Erhalt geprägt ist. Daher lässt sich diese Epoche mit Ängsten beschreiben: denen vor einer alles bestimmenden, kalten Technik und jenen vor einer Realität der Unübersichtlichkeit. Kulturgeschichte definiert sich somit auch durch jene Techniken, die geschaffen wurden, diese Ängste zu dämpfen, uns aus vielen Mühseligkeiten zurückziehen zu können und zu delegieren.
Rezension
Bertelsmann Stiftung
Zum vierten Mal legt die Bertelsmann Stiftung ihren Transformation Index (BTI) vor. Das globale Ranking bewertet und vergleicht Transformationsprozesse weltweit auf der Grundlage von detaillierten Ländergutachten. Der BTI informiert über den Stand von Demokratie und Marktwirtschaft und bietet umfassende und systematische Vergleichsdaten über die Qualität der politischen Gestaltungsleistung in 128 Transformationsländern im Zeitraum von 2007 bis 2009.
Jarolim Flitsch Rechtsanwälte
Am 18. August 2009 wurde die Novelle 2009 zum Umweltverträglichkeitsgesetz im Bundesgesetzblatt veröffentlicht und trat am darauffolgenden Tag in Kraft.
zum Download
von Florian Busch-Janser & Marie Pötter (Hg)
Public Affairs ist eine der Boom-Branchen der Berliner Republik. Um in dieser Wachstumsbranche Orientierung zu geben, bietet der Karriereguide Public Affairs Insider-Wissen von Praktikern.
Christoph Vondenhoff und Sandra Busch-Janser
Anhand praktischer Beispiel gibt diese Einführung einen Überblick über die Grundlagen des Lobbying und die Herausforderungen des Lobbyisten-Alltags.
Thomas Kästner, Andreas Kießling
Die Autoren versuchen grundlegende energiepolitische, wirtschaftliche und technische Zusammenhänge möglichst verständlich (auch) mit Hilfe von Metaphern, Vergleichen und Geschichten zu erklären.
Das Buch widmet sich dem Phänomen digitaler politischer Kommunikation und untersucht Chancen sowie Risiken für Entscheidungsträger. Dabei steht die Frage im Vordergrund, wie Online-Kommunikation organisiert sein muss, um die Ergebnisqualität politischer Entscheidungen zu erhöhen.